Hohe Qualitätsansprüche bei Markisentüchern

Markisentücher werden unter hohen Qualitätsansprüchen hergestellt. Doch auch hier sind der Perfektion Grenzen gesetzt. Einige wenige Makel im Markisentuch können bei der Verarbeitung trotz hochtechnologischer Fertigungsverfahren und größter Sorgfalt nicht vollkommen ausgeschlossen werden. Nachfolgend einige Erscheinungen, die an Markisentüchern auftreten können, den Wert und die Funktion der Markise aber nicht beeinflussen und daher nicht reklamationsrelevant sind. In unseren anliegenden technischen Anforderungen können Sie sich über die Produkteigenschaften von Markisentücher weiter informieren.

 

 

 

Wellenbildung-Tuchfalten-Knickfalten-Seitenbahnlängung

Markisentücher werden in der Regel aus ca. 120 cm breiten Bahnen konfektioniert, wobei jede Naht und jeder Saum als Verstärkung wirken. Diese sind die am meisten belasteten Bereiche des Tuches.

Beim Aufrollen liegen die Wicklungen der Nähte und Säume doppelt aufeinander. Bedingt durch die Wickeldifferenz zwischen der oberen und unteren Stofflage kommt es schon ohne den Einfluss von Spannsystemen, Beschwerungen zu Spannungen innerhalb der Stoffbahnen.

Spannungen, die durch die Gelenkarme und das Durchhängen der Wickelwelle und/oder des Ausfallprofils entstehen, können diese Effekte begünstigen.

Geht man von einer Stoffdicke von ca. 0,5 mm aus, so entsteht schon hier eine Differenz von 3,14 mm pro Tuchwellenumdrehung zwischen der jeweils oberen und unteren Stofflage im Nahtbereich. Bei 3 m Ausfall bedeutet dies einen Versatz von 3,4 cm zwischen Tuchbahn und Naht.

Durch die oben beschriebene Wickeldifferenz verschiebt sich der Stoff und es entstehen diagonale Falten rechts und links der Naht, die sich dann als wabenförmige Muster abzeichnen. Je größer des Ausfall der Markise, desto größer wird die gesamte Verschiebung der Bahnen untereinander und verstärkt somit die Ausprägung der Wabenbildung.

Diese Wabenbildung wird durch die Einwirkung von Nässe (Luftfeuchtigkeit, Regen) zusätzlich beschleunigt und verstärkt.

Dieser Effekt zeigt sich durch Welligkeit im betroffenen Bereich und wird durch Windeinwirkung unvermeidbar verstärkt, hat aber keinen Einfluss auf die Qualität, die Funktion oder die Lebensdauer der Tücher.

Vorgenannte warentypischen Eigenschaften sind überwiegend optische Erscheinungen und nicht auf bestimmte Fabrikate beschränkt. Sie mindern nicht die Qualität, Funktion, Nutzen sowie die Lebensdauer der Tücher.

Neuartige Imprägnierung

Mit der neuartigen Imprägnierung aus dem Bereich der Nanochemie erhalten die Markisentücher aus Acryl einen optimalen Schutz vor Wasser und Schmutz.
Nutzen Sie die Vorteile und lassen Sie sich faszinieren von:
•    einem sauberen Markisentuch
•    einer langen Lebensdauer und Beständigkeit
•    Werterhaltung auf ganzer Linie
•    Funktionalität bis ins Detail
Bei der Imprägnierung durchläuft das Tuch ein besonderes Flüssigkeitsbad und erhält so eine spezielle Schutzschicht im mikroskopischen Bereich. Die einzelnen Fasern des Tuchgewebes werden verstärkt und machen das Tuch undurchlässig. Die Oberflächenspannung wird auf ein Minimum reduziert und das Eindringen von Feuchtigkeit, Wasser und Schmutz wird bestmöglich verhindert.
Vor allem Regenwasser, aber auch ölige Verunreinigungen oder ähnliche Flüssigkeiten, haben durch die schmutzabweisende Komponente keine Chance, auf dem Markisentuch haften zu bleiben und perlen von der Tuchoberfläche ab. Ohne zusätzlichen Aufwand werden alle Schmutzpartikel, die sich in den Trockenphasen auf dem Markisentuch angesammelt haben, mit der ablaufenden Flüssigkeit bereinigt.
Überzeugen Sie sich von einem Markisentuch, das nicht nur wasser- und schmutzabweisend ist, sondern sich gleichzeitig auch wie von selbst reinigt!

Thermischen und visuellen Eigenschaften von Markisentüchern

Klassifiziert nach der europäischen Norm DIN EN 14 501.
UV-Schutz
Der UV-Protection-Faktor (Sonnenschutzfaktor) unserer Markisendessins gibt die Maßzahl an, um wie viel sich die Eigenschutzzeit der menschlichen Haut vor der direkten Sonneneinstrahlung erhöht. Die Eigenschutzzeit der menschlichen Haut richtet sich nach dem Hauttyp.
(Beispiel: Hauttyp 3 unter Stoff mit Maßzahl 80 ergibt:
20-30 Min. x 80 = 1.600-2.400 Min.)Weitere Infos finden Sie in unserem anliegenden pdf
Sommerlicher Wärmeschutz
Einsatz bei Fenster- und Wintergarten-Markisen
Die Fähigkeit des außenliegenden Stoffes die Raumaufheizung zu verhindern. Für die Klassifizierung wird ein Wärmeschutzglas (U = 1,2 W/m2K; g = 59%) verwendet, die Berechnung des gtotai-Wertes erfolgt nach DIN EN 13 363-1.
Einsatz bei Gelenkarm- und Kassetten-Markisen
Für den Einsatz bei Gelenkarm- und Kassetten-Markisen ist die Klassifizierung analog gültig. Da die Stoffe hier ohne Glas eingesetzt werden, ist zu beachten, dass helle Stoffe tendenziell höhere Werte erzielen als in der Kollektion angegeben. Dies ist jedoch durch DIN EN 14 501 nicht abdeckt. Beispiel: Dessin 6120 mit Glas Wert 2 / ohne Glas Wert 3 innenliegende Systeme kann maximal die Klasse 2 erreichen.
Weitere Infos finden Sie in unserem anliegenden pdf

Richtlinie zur Beurteilung der visuellen Qualität von Glas

Diese Richtlinie gilt für die Beurteilung der visuellen Qualität von Glas für das Bauwesen (Verwendung in der Gebäudehülle und beim Ausbau von baulichen Anlagen/Bauwerken). Die Beurteilung erfolgt entsprechend den nachfolgend beschriebenen Prüfgrundsätzen mit Hilfe der in der Tabelle nach Abschnitt 3 angegebenen Zulässigkeiten.
Bewertet wird die im eingebauten Zustand verbleibende lichte Glasfläche. Isolierglas in der Ausführung mit beschichteten Gläsern, in der Masse eingefärbten Gläsern, Verbundgläsern oder vorgespannten Gläsern (Einscheiben-Sicherheitsglas, teilvorgespanntes Glas) können ebenfalls mit Hilfe der Tabelle nach Abschnitt 3 beurteilt
werden.
Die Richtlinie gilt nicht für Glas in Sonderausführungen, wie z.B. Glas mit eingebauten Elementen im Scheibenzwischenraum (SZR) oder im Verbund, Glaserzeugnisse unter Verwendung von Ornamentglas, Drahtglas,Sicherheits-Sonderverglasungen (angriffhemmende Verglasungen) Brandschutzverglasungen und nicht
transparenten Glaserzeugnissen. Diese Glaserzeugnisse sind in Abhängigkeit der verwendeten Materialien, der
Produktionsverfahren und der entsprechenden Herstellerhinweise zu beurteilen.
Die Bewertung der visuellen Qualität der Kanten von Glaserzeugnissen ist nicht Gegenstand dieser Richtlinie.
Bei nicht allseitig gerahmten Konstruktionen entfällt für die nicht gerahmten Kanten das Betrachtungskriterium
Falzzone. Der geplante Verwendungszweck ist bei der Bestellung anzugeben.
Für die Betrachtung von Glas in Fassaden in der Außenansicht sollten besondere Bedingungen vereinbart werden.

Kondensatbildung bei neuer Isolierverglasung

Auch bei neuen Fenster mit moderner Wärmeschutzverglasung kann sich an der äußeren Glasoberfläche Kondensat auftreten.
1. Tauwasserbildung zum Innenraum.
Moderne Fenster weisen eine hohe Dichtigkeit aus. Wärmeverluste werden reduziert, der Feuchtigkeitsaustausch dabei leider aber auch verhindert. Bei Erreichen einer bestimmten Luftfeuchtigkeit beschlägt die Innenscheibe. Dies kann durch regelmäßiges Lüften verhindert werden.
2.  Tauwasserbildung auf der Aussenseite.
Durch die hohe Wärmedämmung moderner Scheiben erwärmt sich die äußere Scheibe nur sehr gering. Der niederige Ug Wert hält die Wärme im Raum, es gelangt  nur sehr wenig Energie von Innen nach Aussen. Bei tiefen Nachttemperaturen kühlt die witterungsseitige, äußere Scheibe stark ab. Wenn dann noch die Luftfeuchtigkeit aussen sehr hoch ist,  insbesondere im Frühling oder im Herbst, kann es zu Tauwasserbildung auf der äußeren Scheibe kommen. Sobald ein paar Sonnenstrahlen den Tag erhellen entfernt sich der Beschlag . An der Qualität Ihrer neuen Fenster brauchen Sie nicht zu zweifeln. Ganz im Gegenteil, dieser Vorgang ist sogar ein Kennzeichen bester Wärmedämmung .